LINES TO AN INDIAN AIR INDISCHE SERENADE
Percy Bysshe Shelley trans. Bertram Kottmann

I arise from dreams of thee
In the first sweet sleep of night,
When the winds are breathing low,
And the stars are shining bright:
I arise from dreams of thee,
And a spirit in my feet
Has led me - who knows how?
To thy chamber window, Sweet!

The wandering airs they faint
On the dark, the silent stream -
the Champak odours fail
Like sweet thoughts in a dream;
The nightingale's complaint,
It dies upon her heart; -
As I must die on thine,
O belovèd as thou art!

Oh lift me from the grass!
I die! I faint! I fail!
Let thy love in kisses rain
On my lips and eyelids pale.
My cheek is cold and white, alas!
My heart beats loud and fast; -
Oh! press it to thine own again,
Where it will break at last.

Ich erwach am Traum von Dir
Im ersten süssen Schlaf der Nacht,
Wenn die Winde leise atmen
Und im Glanz der Sternenpracht
Wach ich auf am Traum von Dir,
Und ein Geist lenkt meine Füsse
Wer weiss wie - auf welchen Pfaden
An Dein Kammerfenster, Süsse!

Streichende Winde verzagen
Auf dunklem, ruhigem Strom;
Magnoliendüfte verwehen
Wie süsse Gedanken im Traum;
Der Nachtigallen Klagen
Verschliesst Dein Herze sich;
Auch mir, so wie Du bist,
Geliebte, verschliesst Du Dich!

O hilf mir auf vom Gras!
Ich sterbe, zage, stürze nieder!
Lass Deine Liebe Küsse regnen
Auf meinen Mund und meine bleichen Lider.
Meine Wange ist kalt und blass!
Mein Herz pocht laut und hetzt;
Ach drücke es an Deines wieder,
wo es dann brechen wird zuletzt.

 
Trans. copyright © Bertram Kottmann 2004



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