CYMBELINE - from Act V Scene 1
William Shakespearetrans. Dorothea Tieck
Enter POSTHUMUS with a bloody handkerchief.

Yea, bloody cloth, I'll keep thee; for I wish'd
Thou shouldst be colour'd thus. You married ones,
If each of you should take this course, how many
Must murder wives much better than themselves
For wrying but a little! O Pisanio!
Every good servant does not all commands:
No bond but to do just ones. - Gods! if you
Should have ta'en vengeance on my faults, I never
Had liv'd to put on this: so had you sav'd
The noble Imogen to repent; and struck
Me, wretch more worth your vengeance. But alack,
You snatch some hence for little faults ; that's love,
To have them fall no more : you some permit
To second ills with ills, each elder worse,
And make them dread it, to the doers' thrift.
But Imogen is your own : do your best wills,
And make me bless'd to obey! - I am brought hither
Among the Italian gentry, and to fight
Against my lady's kingdom: 'tis enough
That, Britain, I have kill'd thy mistress; peace!
I'll give no wound to thee. Therefore, good heavens,
Hear patiently my purpose: - I'll disrobe me
Of these Italian weeds, and suit myself
As does a Briton peasant: so I 'll fight
Against the part I come with; so I'll die
For thee, O Imogen, even for whom my life
Is every breath a death: and thus unknown,
Pitied nor hated, to the face of peril
Myself I'll dedicate. Let me make men know
More valour in me than my habits show.
Gods, put the strength o' the Leonati in me!
To shame the guise o' the world, I will begin
The fashion, - less without and more within.
POSTHUMUS kommt mit einem blutigen Tuche.

Ja, blutig Tuch, dich heb ich auf: denn so
Verlangt' ich dich gefärbt. Ihr Ehemänner,
Verführt ihr alle so, wie würde mancher
Ein Weib erschlagen, besser, als er selbst,
Weil sie ein wenig fehlte! - O Pisanio!
Ein guter Diener tut nicht jeden Dienst;
Nur was gerecht, ist Pflicht. - Ihr Götter! straftet
Ihr meine Sünden so, dann lebt' ich nicht,
Dies anzuregen: zu bereuen, ward
Geschont die edle Imogen, und mich
Verworfnen traf gerechte Rache. Doch
Um kleine Schuld entrafft ihr den, aus Liebe,
Dass er nicht tiefer falle: andre dürfen
Auf Sünde Sünde häufen, schlimmer stets,
Und Furcht erregend selbst gesichert bleiben.
Doch euch gesellt ist Imogen: tut, wie ihr wollt,
Und lasst mein Heil mich im Gehorchen finden.
Ich kam mit röm'schen Rittern, zu bekämpfen
Der Gattin Reich: doch ist's genug, Britannien,
Dass deine Fürstin ich erschlug; sei ruhig!
Dir geb ich keine Wunde. Drum, ihr Götter
Hört meinen Vorsatz gnädig an: hier leg ich
Italiens Kleider ab und hülle mich
In brit'sche Bauerntracht: so fecht ich gegen
Das Volk, mit dem ich kam; so will ich sterben
Für dich, o Imogen, ist doch mein Leben,
Ja, jeder Atemzug ein Tod; so unbekannt,
Gehasst nicht, noch beklagt, weih ich mich selbst
Dem Untergang. Erkenne, kühnern Geist
Jedweder Feind, als mein Gewand verheisst.
Schenkt, Götter, mir der Leonate Kraft!
Die Welt beschämend, will ich jetzt beginnen
Den neuen Brauch: schlecht aussen, kostbar innen.

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