CORIOLANUS - from Act II Scene 2
William Shakespearetrans. Dorothea Tieck
Cominius speaks

I shall lack voice: the deeds of Coriolanus
Should not be uttered feebly. - It is held
That valour is the chiefest virtue, and
Most dignifies the haver: if it be,
The man I speak of cannot in the world
Be singly counterpois'd. At sixteen years,
When Tarquin made a head for Rome, he fought
Beyond the mark of others: our then dictator,
Whom with all praise I point at, saw him fight,
When with his Amazonian chin he drove
The bristled lips before him: he bestrid
An o'erpressed Roman, and i' the consul's view
slew three opposers: Tarquin's self he met,
And struck him on his knee: in that day's feats,
When he might act the woman in the scene,
He prov'd best man i' the field, and for his meed
Was brow-bound with the oak. His pupil age
Man-enter'd this, he waxed like a sea;
And in the brunt of seventeen battles since
He lurch'd all swords of the garland. For this last,
Before and in Corioli, let me say,
I cannot speak him home: he stopped the fliers;
And by his rare example made the coward
Turn terror into sport: as weeds before
A vessel under sail, so men obey'd,
And fell below his stem: his sword, - death's stamp, -

Where it did mark, it took; from face to foot
He was a thing of blood, whose every motion
Was timed with dying cries: alone he enter'd
The mortal gate of the city, which he painted
With shunless destiny; aidless came off,
And with a sudden re-enforcement struck
Corioli like a planet. Now all's his:
When, by and by, the din of war 'gan pierce
His ready sense; then straight his doubled spirit
Re-quicken'd what in flesh was fatigate,
And to the battle came he; where he did
Run reeking o'er the lives of men as if
'Twere a perpetual spoil: and till we call'd
Both field and city ours he never stood
To ease his breath with panting.


Mir fehlt's an Stimme. Coriolanus' Taten
Soll man nicht schwach verkünden. Wie man sagt,
Ist Mut die erste Tugend und erhebt
Zumeist den Eigner; ist es so, dann wiegt
Den Mann, von dem ich sprech , in aller Welt
Kein andrer auf. Mit sechzehn Jahren schon,
Da, als Tarquin Rom überzog, da focht er
Voraus den Besten. Der Diktator, hoch
Und gross gepriesen stets, sah seinen Kampf,
Wie mit dem Kinn der Amazon er jagte
Die bärtigen Lippen; zog aus dem Gedränge
Den hingestürzten Römer; schlug drei Feinde
Im Angesicht des Konsuls, traf Tarquin
Und stürzt' ihn auf das Knie. An jenem Tag,
Als er ein Weib konnt auf der Bühne spielen,
Zeigt' er sich ganz als Mann im Kampf; zum Lohn
Ward ihm der Eichenkranz. Sein zartes Alter
Gereift zum Manne, wuchs er, gleich dem Meer,
Und seit der Zeit, im Sturm von siebzehn Schlachten,
Streift' er den Kranz von jedem Schwert. Sein Letztes,
Erst vor, dann in Corioli, ist so,
Dass jedes Lob verarmt. Die Fliehnden hemmt' er,
Und durch sein hohes Beispiel ward dem Feigsten
Zum Spiel das Schrecknis. So wie Binsen tauchen
Dem Schiff im Segeln, wichen ihm die Menschen
Und schwanden seinem Streich. Sein Schwert,
Todstempel,
Schnitt, wo es fiel, vom Haupt zu Füssen nieder.
Vernichtung war er; jeglicher Bewegung
Hallt Sterberöcheln nach. Allein betrat er
Das Todestor der Stadt, das er bemalt
Mit unentrinnbarm Weh! tritt, keiner half ihm,
Heraus, und schlägt mit plötzlicher Verstärkung
Die Stadt, wie Götterkraft. Sein ist nun alles.
Da plötzlich weckt ihm Schlachtgetöse rufend
Den wachen Sinn, und schnell den Mut verdoppelnd
Belebt sich frisch sein arbeitmüder Leib.
Er stürzt in neuen Kampf und schreitet nun
Blutdampfend über Menschenleben hin,
Als folg ihm Mord und Tod. Und bis wir Stadt
Und Schlachtfeld unser nannten, ruht' er nicht,
Um Atem nur zu schöpfen.

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