HOFFNUNG HOPE
Friedrich von Schiller tr. Brian Cole
Es reden und träumen die Menschen viel
Von bessern künftigen Tagen,
Nach einem glücklichen goldenen Ziel
Sieht man sie rennen und jagen;
Die Welt wird alt und wird wieder jung,
Doch der Mensch hofft immer Verbesserung.

Die Hoffnung führt ihn ins Leben ein,
Sie umflattert den fröhlichen Knaben,
Den Jüngling locket ihr Zauberschein,
Sie wird mit dem Greis nicht begraben;
Denn beschliesst er im Grabe den müden Lauf,
Noch am Grabe pflanzt er - die Hoffnung auf.

Es ist kein leerer schmeichelnder Wahn,
Erzeugt im Gehirne des Toren,
Im Herzen kündet es laut sich an:
Zu was Besserm sind wir geboren.
Und was die innere Stimme spricht,
Das täuscht die hoffende Seele nicht.
Men will talk and often dream
of better days to come,
in pursuit of a golden aim
we see them hunt and run;
the world grows old then young again,
but Man still looks to a higher plane.

It's Hope that brings him into this life,
it flutters above the boy,
the young man's drawn to its magic light,
by the grave it's not destroyed;
for if the old man down there is interred
he'll still plant Hope above in the earth.

It is no empty deceiving trick
devised in the brain of a fool,
it speaks to us aloud in the heart,
we are born to a better rule.
And the hopeful soul is not betrayed
by what the inward voice will say.

Trans. Copyright © Brian Cole 2004


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