DAS GEHEIMNIS THE SECRET
Friedrich von Schiller tr. Edgar A. Bowring
Sie konnte mir kein Wörtchen sagen,
Zu viele Lauscher waren wach,
Den Blick nur durft ich schüchtern fragen,
Und wohl verstand ich, was er sprach.
Leis komm ich her in deine Stille,
Du schön belaubtes Buchenzelt,
Verbirg in deiner grünen Hülle
Die Liebenden dem Aug der Welt.

Von ferne mit verworrnem Sausen
Arbeitet der geschäftge Tag,
Und durch der Stimmen hohles Brausen
Erkenn ich schwerer Hämmer Schlag.
So sauer ringt die kargen Lose
Der Mensch dem harten Himmel ab,
Doch Ieicht erworben, aus dem Schosse
Der Götter fällt das Glück herab.

Dass ja die Menschen nie es hören,
Wie treue Lieb uns still beglückt!
Sie können nur die Freude stören,
Weil Freude nie sie selbst entzückt.
Die Welt wird nie das Glück erlauben,
Als Beute wird es nur gehascht,
Entwenden musst du's oder rauben,
Eh dich die Missgunst überrascht.

Leis auf den Zehen kommts geschlichen,
Die Stille liebt es und die Nacht,
Mit schnellen Füssen ists entwichen,
Wo des Verräters Auge wacht.
O schlinge dich, du sanfte Quelle,
Ein breiter Strom um uns herum,
Und drohend mit empörter Welle
Verteidige dies Heiligtum.
She sought to breathe one word, but vainly -
Too many listeners were nigh;
And yet my timid glance read plainly
The language of her speaking eye.
Thy silent glades my footstep presses,
Thou fair and leaf-embosom'd grove!
Conceal within thy green recesses
From mortal eye our sacred love!

Afar with strange discordant noises,
The busy day is echoing;
And, 'mid the hollow hum of voices,
I hear the heavy hammer ring.
'Tis thus that man, with toil ne'er-ending,
Extorts from Heaven his daily bread;
Yet oft unseen the Gods are sending
The gifts of fortune on his head!

Oh, let mankind discover never
How true love fills with bliss our hearts!
They would but crush our joy forever,
For joy to them no glow imparts.
Thou ne'er wilt from the world obtain it-
'Tis never captured save as prey;
Thou needs must strain each nerve to gain it,
E'er Envy dark asserts her sway.

The hours of night and stillness loving,
It comes upon us silently -
Away with hasty footsteps moving
Soon as it sees a treach'rous eye.
Thou gentle stream, soft circlets weaving,
A wat'ry barrier cast around,
And, with thy waves in anger heaving,
Guard from each foe this holy ground!

We believe this translation to be in the public domain.


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