KOMM DU, DU LETZTER ... POEM WRITTEN ON HIS DEATH-BED
Rainer Maria Rilke tr. D.M.Black


Komm du, du letzter, den ich anerkenne,
heilloser Schmerz im leiblichen Geweb:
wie ich im Geiste brannte, sieh, ich brenne
in dir; das Holz hat lange widerstrebt,
der Flamme, die du loderst, zuzustimmen,
nun aber nähr' ich dich und brenn in dir.
Mein hiesig Mildsein wird in deinem Grimmen
ein Grimm der Hölle nicht von hier.
Ganz rein, ganz planlos frei von Zukunft stieg
ich auf des Leidens wirren Scheiterhaufen,
so sicher nirgend Künftiges zu kaufen
um dieses Herz, darin der Vorrat schwieg.
Bin ich es noch, der da unkenntlich brennt?
Erinnerungen reiss ich nicht herein.
O Leben, Leben: Draussensein.
Und ich in Lohe. Niemand der mich kennt.


Come you, you last one, whom I now acknowledge,
unhealable pain in the body’s intricate web:
as I burned in the spirit, look! I burn
in you; the wood has so long struggled against
consenting to the tireless flame you blaze with -
yet now I nourish you, and burn in you.
My mild, this-worldly being turns in your fury
into a Fury from hell and not from here.
Quite pure, quite planless, free of futures I
climbed on this dizzy pyre of suffering,
so sure of nowhere buying in a future
for this heart whose supplies have all gone silent.
Am I still it, burning unrecognisably?
I find no memories to drag across.
O life! life! To be outside of it.
And I in flame. Nobody who knows me.

Trans. Copyright © D.M.Black 2008


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