aus den DUINESER ELEGIEN - Xfrom the DUINO ELEGIES - X
Rainer Maria Rilketrans. A. S. Kline
Dass ich dereinst, an dem Ausgang der grimmigen Einsicht,
Jubel und Ruhm aufsinge zustimmenden Engeln.
Dass von den klargeschlagenen Hämmern des Herzens
keiner versage an weichen, zweifelnden oder
reissenden Saiten. Dass mich mein strömendens Antlitz
glänzender mache: dass das unscheinbare Weinen
blühe. O wie werdet ihr dann, Nächte, mir lieb sein,
gehärmte. Dass ich euch knieender nicht, untröstliche
Schwestern,
hinnahm, nicht in euer gelöstes
Haar mich gelöster ergab. Wir, Vergeuder der Schmerzen.
Wie wir sie absehn voraus, in die traurige Dauer,
ob sie nicht enden vielleicht. Sie aber sind ja
unser winterwähriges Laub, unser dunkeles Sinngrün,
eine der Zeiten des heimlichen Jahres -, nicht nur
Zeit -, sind Stelle, Siedelung, Lager, Boden, Wohnort.


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Some day, in the emergence from this fierce insight,
let me sing jubilation and praise to assenting Angels.
Let not a single one of the cleanly-struck hammers of my heart
deny me, through a slack, or a doubtful, or
a broken string. Let my streaming face
make me more radiant: let my secret weeping
bear flower. O, how dear you will be to me, then, Nights
of anguish. Inconsolable sisters, why did I not

kneel more to greet you, lose myself more
in your loosened hair? We, squanderers of pain.
How we gaze beyond them into durationís sadness,
to see if they have an end. Though they are nothing but
our winter-suffering foliage, our dark evergreen,
one of the seasons of our inner year - not only
season - : but place, settlement, camp, soil, dwelling.


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Trans. copyright © A. S. Kline 2003


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