AN DIE GELIEBTE TO HIS BELOVED
Eduard Mörike trans. Michael Haldane
Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt, When I, profoundly quieted, behold
Mich stumm an deinem heil'gen Wert vergnüge, Your saintliness, I draw hushed ecstasy,
Dann hör' ich recht die leisen Atemzüge And hear, passing in truth so quietly,
Des Engels, welcher sich in dir verhüllt. The breath of angels veiled in human mould.
Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt And an astonished smile, a question, spills
Auf meinem Mund, ob mich kein Traum betrüge, Across my mouth: is this a dreamt deceit,
Dass nun in dir, zu ewiger Genüge, That now, in you, to transports ever sweet,
Mein kühnster Wunsch, mein einz'ger, sich erfüllt? My boldest wish, my only, life fulfils?
Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn, My senses plunge from depth down to beginnings,
Ich höre aus der Gottheit nächt'ger Ferne And I can hear, from Godhead’s distant night,
Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen. The murmuring of fate’s melodic springs;
Betäubt kehr' ich den Blick nach oben hin, And stunned, I turn my gaze towards the height,
Zum Himmel auf - da lächeln alle Sterne; The breadth of Heaven - all the stars are smiling;
Ich kniee, ihrem Lichtgesang zu lauschen. I kneel, to listen to their song of light.

Trans. Copyright © Michael Haldane 2004


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