DENOTATION BABEL DENOTATION OF BABEL
Helmut Krausser trans. Mike Mitchell


Stimmgemenge am Veteranenstammtisch

Drei männliche, ältere Stimmen.
Sprecher 1: (älteste, höchste Stimme) Text kursiv gedruckt
Sprecher 2: (mittlere Lage) Text normal gedruckt
Sprecher 3: (etwas tiefere Lage) Text fett gedruckt

I. Der Beginn (ruhige Silbermeermusik, Möwengekreisch,
..................................Wellenplätschern)

Zu Anfang warn die Zeiten salzig.
.........Wir passten manchem Weltentwurf
..................nicht ins geheiligte Konzept.
Die Sintflut überstand der Turm,
.........entgegen andrer Propaganda,
..................zwar mühsam, aber irgendwie.

Wir rückten oben eng zusammen
.........und sassen's aus. Es gab viel Fisch.
..................Noahs Arche schwamm vorüber,
blasiert, die Luken dicht geschlossen,
.........als wär ihr unser Winken peinlich.

..................Wir wissen nicht, wohin sie trieb.
Das Wasser sank. Und ungebrochen,
.........gross wie je beherrschten wir
..................den Horizont im Schattenweitwurf.

Unsre Silhouette war
.........der Welt Signal zum Neubeginn.
..................Die Welt fing wieder an, zu sein.


II. Die Aussicht

Von Babels Panoramaplattform
.........konnte man, bei klarem Wetter,

..................Atlantis sehn am Horizont.
Vom Ganges bis Messina reichte
.........ein Erdkreis aus Gefahr und Schönheit.
..................Gefährlich vielen, schön für uns.
Im Norden sahn wir Glanz und Rauch,
.........ein Abendrot aus Opferfeuern,
..................vom Partygrill des grossen Baal.
Der Süden war uns fremd, versphynxt,
.........morbid, voll toter Pharaonen,
..................entsorgt im plumpen Tetrapack.
Skylla und Charybdis wühlten
.........das Meer auf wie man Bettzeug schüttelt,
..................zwei Monster, deren Fütterung
ein lohnendes Spektakel bot.

.........Wir installierten manches irrlicht,
..................aus Liebe zur bedrohten Art.

Sie frassen gern gefilte Schiffe,
.........Mensch und Maus, in einem Haps
..................zugenäht mit Seemannsgarn.
Wir sahn, bevor die Gattung ausstarb,
.........Zyklopen und Zyklopinnen
.................. beim Paarungstanz durchs Erdreich brechen.

Schamlos in der Himmelsmitte
.........triebs Phönix mit dem Vogel Rock,
..................das Einhorn mit dem Pegasus.

Erde frass sich Vielfalt an,
.........farbenschwanger, aufgebläht,
..................gab sie uns vom Überfluss.
Die Gärten der Semiramis
.........belieferten den Turm mit Blumen.

..................Kreta schickte weisse Stiere,
Athen in Honig eingelegte
.........Eulen, Sparta nichts,
und Kolchis
..................Widderfelle für den Winter.

Vom Toten Meer kam Badesalz,
.........von Thrakien Melancholie,
..................aus Rhodos ein Koloss, der liegt noch
irgendwo verstaubt herum.

.........Die Weine stammten aus Korinth,
..................die Anekdoten aus Mykene.


III. Begleitung

Musik gab es, die gibt's nicht mehr.
.........Die Jünglinge im Feuerofen.
..................Die Blaskapelle Jericho.
Die Kurzkarriere Marsyas',

.........des ersten, heute sagt man, Popstars -
..................das gab auch was für's Auge her.
Und Cerberus mit den drei Köpfen-
.........erst chien d'amour bei den Gorgonen,
..................dann ausgesetzt als Höllenhund.
Bei schwerem Sturm hat man sein Winseln
.........als grosse Terz zum Wind gehört.
..................Wir johlten dann die Quint dazu.
manche von uns liebten Orpheus,
.........manche die Bacchantinnen.
..................Als jene aufeinandertrafen,
entstand etwas ganz Unerhörtes
.........noch furioser als der Chor
..................der Furien auf Rachefeldzug.

Erde klang. Aus Schmerz und Tollwut.
.........Blutmusik, Musik des Weltalls.
..................In epidauricher Akustik.


IV. Zeitvertreib

Gesetz war, was uns weitertrieb,
.........Sünde, was uns davon abhielt,
..................wir liebten simple Politik.

Wir schliefen lange, herrschten schnell,
.........haben mittags gut gespeist,
..................den Rest des Tages ferngesehen.
Unsre Lieblingsmythen hiessen:
.........'Labyrinth des Minotaurus',

..................'Kampf um Troja', 'Herakles'
(der Superheld für unsre Kleinen)
.........'Salomo und seine Frauen'
..................(der Höhepunkt im Spätprogramm)
Zehn schöne Jahre haben wir
.........'Odysseus' schräge Fahrt' verfolgt
..................und uns beinah bepisst vor Lachen.

Beim 'Brand von Sodom und Gomorrha'
.........dem Machwerk eines Radikalen,
..................haben wir uns abgewandt.
Sozialkritik ist Scheisse.


V. Konkurrenz

Uns gegenüber im Olymp,
.........sass fett die Konkurrenz,
..................althergebracht und eingesessen.
Das Gottgesindel stieg bisweilen
.........beifallsgeil zur Welt herab.
..................Desgleichen hatten wir nicht nötig.

Den Turm bewachten tausende
.........von ausgesuchten Idioten,
..................erschütternd unerschütterlich,
treu wie Herpes, dumm wie Brot,
.........zufrieden mit ein wenig Abfall,

..................solang er von weit oben fiel.
Auch Götter überlebt man, muss nur
.........weghörn, wenn sie schrein und weinen.
..................Es wehklagt, geht in Wohlklang über,
in Verwesung, geht vorüber,

.........Gestank verzieht sich mit den Wolken.


VI. Angestellte

Hoch oben, aber sehr weit draussen,
.........weit ausserhalb des Machtbereichs
..................in Erkern mit getönten Fenstern,
logierten unsre Dichterfürsten.

.........Gut angeseilt und warm gefüttert,
..................mit Festvertrag aud Lebenszeit,
erschufen sie die Sage Babels,
.........ein Epos, tausend Bücher schwer.
..................Manchmal brach ein Erker ab.
In jener Höhe, jener Hoheit,
.........gelang die Zähmung schräger Vögel,
..................scheuer Tiere, deren Lieder,
vor uns niemand je gehört hat.
.........Wir sammelten, vebrieten sie,
..................im Epos und im Speiseplan.


VII. Das Fest

Babels legendäres Fest,
.........gefeiert zwischen Herbst und Herbst,
..................trieb Schnorrer her und Parvenus.
Die Schlange stand bis in die Wüste.
.........Kam vor, dass eine schöne Frau
..................vorm Wächter Gnade fand und Zutritt
zu Babels Alabastersaal,

.........wir gafften, beteten sie an,
..................ergötzten uns, vergingen uns,
bis sich auch Zeit an ihr verging,
.........ihr Frieden gab im Müllberg auf
..................der schlangenabgewandten Seite.
Verräter gab's im Babelclub
.........so wenig wie Geheimnisse,

..................die wenigen sind längst vergessen,
verscharrt, passé, der Sage nicht wert.

.........Aufeinander angewiesen
..................zogen alle Turmbewohner
an einem Strang, besonders wenn
.........(juristisch nicht ganz unbestritten)
..................ein Scharlatan dran baumelte.


VIII. Weltanschauung

Was sichtbar war, verehrten wir,
.........uns wohl bewusst, dass unbetrachtet,
..................was da zu sehn war, sinnlos sei.

So, ob es blühte oder starb,
.........unbewusst, in stolzer Demut,
..................verehrte, was zu sehn war, uns.
Die Welt begann, ein Spiel zu sein.
.........Und hätten wir nicht hingesehn,
..................die Sehnsucht hätte uns erfunden.

Gott nicht und nicht mehr Mensch,
.........sterblich, doch von Tod gelangweilt,
..................bestellten wir das Niemandsland.

Was vor sich ging, war grosse Oper,
.........was nach uns kam, ging uns nicht an.
..................Wir schufen Raum für Zwischendurch.
Das Wesenhafte dieses Turmes
.........bestand in seiner Nievollendung.
..................Es blieb noch soviel Oben übrig.
Sovieles zwischen Stirn und Sternen,
.........zwischen Angesicht und Angst.

..................Bösartige Lästerzungen,
infam und ungeheuer unten,

.........haben jedes neue Stockwerk
..................als eitles Stückwerk diffamiert,
als Stützkorsett für Grossmannssucht.

.........Man müsse, schwätzten sie, den Bau
..................mehr in die Breite ziehn, damit
der letzte Zwerg was davon hätte.
.........Zwei Dinge sind auf Erden unnütz:
..................Kritiker und Rezensenten
Babel funktionierte, weil es
.........dem Wesen allen Seins entsprach.

..................Es schlug von weither eine Brücke
als Schneise für die Fahrt zur Neugier,
.........es ehrte seine Toten und
..................ernährte sich von ihnen.
Alexandria und Delphi
.........trafen sich, auf halbem Weg,
..................bei uns zum heimlichen Disput.

Wer aussichtslos auf Erden festhing,
.........und sich den Wolken nicht verschrieb,
..................wer immer strebend sich bemühte,

(und unsrem Ziel von Nutzen schien)
.........dem gaben wir Asyl, erlösten
..................ihn von Höhenangst und Schwerkraft.
Exklusiv war Babel nur
.........für die, die es nicht brauchten,
..................die still am Boden Zeit absassen,
und turmlos halbwegs glücklich sich
.........beim Fall ins Grab nicht wehtun wollten.

..................Kann sein, das haben sie erreicht.


IX. Rezeption

Es gibt nicht die Vergangenheit,
.........nur immer deren jüngste Fälschung.
..................Was war, entscheidet ihr und jetzt.
was ist, entscheiden wir in euch.

.........Glaubt dem nicht, was ihr seht und hört,
..................die Wüste lügt, streut Sand auf Wunden.
die tiefer gehn als ein Gedächtnis.
.........Die Lüge singt, wie Bäume rauschen
..................und doch im Grund verwurzelt bleiben.

Wir gingen nicht, wie Blätter fallen,
.........verschwanden nicht im Ozean,
..................noch gab es Bruderkrieg, noch Inzest.

Dass Zeichner, Maurer, Architekten,
.........Zimmermänner, Zimmermädchen,
..................einander nicht verstanden hätten,
ist Blendwerk, von uns abzulenken.
.........Dem war nicht so, man hat gebaut
..................bei Tag und Nacht, bei Wind und Schnee.

Über Babels Gala zog sich
.........stets ein neuer Stock zusammen.

..................das Fest zog mit dem Stein hinauf
zum Saal der kommenden Saison.
.........Der Turm ist niemals eingestürzt,
..................noch hat ihn irgendwer erobert.

Er ging nur fort, abstrakt geworden,
.........imaginär, maskierte sich
..................und lebte fort mit falschem Namen.


X. Coda. Verwirrung.

als Motsalvat, Neuschwanstein,
..................Was wirklich gross ist, geht nicht unter,
.....als Eifelturm, Atomium, .....um stärker, unaussprechlicher,
..................Big Ben, die Skyline von New York
...........................................zurückzukehrn aus seinem Lied.
Ohne Schönheit gäb es Zeit nicht,
.........ohne Grauen keinen Frieden.
..................Aus Hass entsteht die Kunst.
Dem Ozena ist es egal,

...................................Ob aus Freude, Rührung, Trauer,
.........woher das Salz stammt, das ihn würzt.
..................Ist Fremdenlegion der Tränen.
.........Wut, Gelächter - alles fliesst.
..................Der Mensch ist Meer auf Landurlaub,

geht jagen in geborgtem Fleisch,
............................................und alle andern, deren Werk
.........kehrt reich von Beute heim, dem Wasser
sein Abenteuer zu erzählen.....dem schnellen Testament entfiel,
sie warn dabei, sie haben ihren

Was der Adler gibt, holt sich
..........................................besten Teil dem Turm geopfert.
.........der Geier mit Gewinn zurück.
..................Meilensteine, Sterne jetzt,
Schaut niemand zu, schon Unzucht tun
............................................leuchten heim in klarer Nacht.
.........der Zapfhan und das Suppenhuhn.
....................................es gab sie, muss man sagen, wirklich,
..................der Mythos, irgendwann hat er gefurzt,
war Mensch wie ihr nicht, aber wir,

..................hat Jüngern, den sublimsten Feinden,
Was macht's? Was bleibt, das bleibt geschehn,
von Hülsenfrüchten abgeraten,
.................................kauft ein, ihr Nachgeburt, die Souvenirs
hat sonst noch Wichtiges gesagt.
...................................... in Duty-Free vom nächsten Airport,
der rote Teppich, roter Faden
,
............................................Blutspur plattgewalzter Helden
.....................führt steil hinauf zur Gegenwart.
.........Geordnet und unendlich liegt ......Bei Nektar und Ambrosia
zu unsren Füssen eine Welt,..........zu Babel überm Wasser sitzen
........................zu unsrer Leidenschaft entworfen.
..................................wir und lachen.

A jumble of voices from the table in the pub where the veterans regularly meet.

Three voices, male, fairly old.
Speaker 1: (the oldest, highest voice) printed in italics.
Speaker 2: (middle register) printed normally.
Speaker 3: (slightly lower register) printed in bold.

I. The Beginning (calm silver-sea music, seagulls crying,
..................................waves lapping)

To start with we were in deep water.
.........We didn't suit the sacrosanct
..................design of certain cosmic plans.
But the Tower survived the Flood,
.........despite the others' propaganda.
..................It wobbled, but survive it did.

We squeezed together on the top
.........and sat it out. No lack of fish.
..................Noah's Ark went sailing by,
Prow in the air, its portholes shut,
.........as if embarrassed by our waving.

..................Its destination? No idea.
The waters sank. Once more we ruled,
.........our power unbroken, all the land
..................beneath the Tower's outstretched shadow.

Our silhouette gave to the world
.........the signal for a new beginning.
..................Earth came back to life again.


II. The View

From Babel's panoramic platform
.........you could see, when it was clear,

..................Atlantis edging the horizon.
From the Ganges to Messina
.........stretched a world of dangerous beauty.
..................Most found danger, ours the beauty.
To the North we saw a sunset
.........red with fire and smoke, burnt offerings
..................from the barbecue of Baal.
The South was alien, sphynxophrenic,
.........morbid, full of defunct pharaohs
..................stored in massive tetrapacks.
Scylla and Charybdis churned
.........the sea, like women shaking blankets,
..................Two monsters that, at feeding time,
put on a show well worth the watching -

.........a lovely species, but endangered,
..................so we set up some jack o'lanterns.

Their favourite food: gefilte ship
.........with sea-dog stuffing, went down nicely
..................all sewn up with sailor's yarns.
We saw, before the race died out,
.........the Cyclops' and the Cyclopesses'
..................wild, earth-shattering courtship dance.

In the sky, for all to see,
.........the phoenix did it with the roc,
..................the unicorn with Pegasus.

The earth ate well, grew fat and florid,
.........full of colour, full of wind,
..................passed its surplus on to us.
The Gardens of Semiramis
.........kept the Tower supplied with blooms.

..................Crete delivered milk-white bulls,
Athens owls preserved in honey,
.........Sparta nothing,
Colchis fleeces
..................to keep out the winter cold.

The Dead Sea contributed bath salts,
.........Thrace a stock of melancholy,
..................and that colossus sent from Rhodes
must still be in a store-room somewhere.

.........Our best wines all came from Corinth,
..................tales and stories from Mycenae.


III. Accompaniment

You don't hear groups like those today:
.........The Young Men in the Fiery Furnace,
..................Josuah and his Big Brass Band.
The brief career of Marsyas -

.........what today you'd call a pop-star -
..................now that was a sight to see.
And triple-headed Cerberus,
.........at first the Gorgons' chien d'amour
..................then converted to a hellhound.
When a storm blew up he yowled
.........a major third above the wind.
..................We bawled out the fifth on top.
Some of us loved Orpheus,
.........others fancied the Bacchantes.
..................When they met the clash that followed
turned into something quite unheard-of,
.........more furioso than the chorus
..................of the Furies out for vengeance.

Earth gave voice. To pain and frenzy.
.........The song of blood, creation's song,
..................in Epidaurus' clear acoustic.


IV. Pastime

Our golden rule: take full advantage;
.........the only sin, to miss the main chance.
..................We liked our politics kept simple.

We slept late, dealt with ruling quickly,
.........ate a copious lunch, then spent
..................our leisure time as couch potatoes
watching myths. Among our favourites:
.........'Theseus and the Minotaur',
..................'The Trojan War' and 'Hercules'
(every youngster's superhero),
.........then 'Solomon and All His Women',
..................(the high spot of our late-night viewing)
. And we enjoyed that ten-year series,
.........'The Devious Journeys of Odysseus',
..................almost peed ourselves with laughing.

But when that piece of leftist hype,
.........'The Fall of Sodom and Gomorrah',
..................was showing, we at once switched off.
Just a load of pinko crap.


V. Competition

Opposite us, in the gods,
.........fat and grey: the competition,
..................traditional and old-established.
This godly riff-raff now and then
.........descended, hungry for applause.
..................We didn't need to stoop so low.

To guard the Tower we had thousands
.........of choice idiots, movingly
..................unmoved by thoughts of rising higher,
sure as herpes, thick as bread,
.........content to live on scraps,
provided
..................they were dropped from high enough.

Even gods can be survived -
.........just turn a deaf ear to their screams,
..................their wailing sobs become melodious
decompose, then pass away,

.........a stench dispersing with the clouds.


VI. Employees

At the top, but on the outskirts,
.........a long way from the seat of power,
..................balconies with tinted windows
housed the nation's leading poets.

.........Securely tied with four square meals
..................and exclusive, life-time contracts,
they produced the Babel legend,
.........an epic in a thousand books.
..................Sometimes a balcony broke off.
We found that at that height, that highness,
.........rare birds, furtive, untamed creatures,
..................soon grew house-trained. Until then
No one had ever heard their songs.
.........We collected them and put them
..................in the myth - and on the menu.


VII. The Party

Babel's legendary party,
.........from January to December,
..................everybody tried to gatecrash -
the queue stretched out into the desert.
.........From time to time the bouncers chose
..................a well-stacked girl and let her in
to Babel's Alabaster Room.

.........We ogled her, admired, adored her,
..................had our wicked way with her,
till Time arrived to have its way
.........and consigned her to the midden
..................on the far side from the queue.
The Babel Club had no more traitors
.........than it had closely guarded secrets,

..................the few there were are long forgotten,
not worth inclusion in the legend.

.........Mutual trust was of the essence,
..................so the people of the Tower
pulled together, specially when
.........(not quite according to the law)
..................some charlatan hung from the rope.


VIII. Philosophy

We glorified the visible,
.........conscious that, if unobserved,
..................what was to be seen was pointless.

Thus, whether blossoming or dying,
.........the visible, in modest pride,
..................unconsciously proclaimed our glory.
The world became a play, and if
.........we hadn't formed an audience,
..................its need would have invented us.

Not yet gods, no longer men,
.........mortal, but bored stiff by death,
..................we cultivated no-man's land.

Events around us were pure opera,
.........what followed - no concern of ours.
..................We cleared space for in-between.
The essence of this Tower resided
.........in its very incompletion -
..................above was always so much room left,
room between our face and fear
.........between our starry eyes and stars.

..................With each new floor malicious tongues -
the usual malcontents,
but hugely
.........influential down below -
..................denounced the work as flawed, a prop
to bolster up our self-esteem.

.........We ought, they said, to set our sights
..................much lower, so that any midget
could get something out of it.
.........Two things the world could do without:
..................carping critics and reviewers.
Babel worked because the Tower
.........expressed a universal need.

..................A far-flung bridge for questing minds,
it blazed a trail for flights of fancy.
.........We rendered honour to our dead
..................and fed on them, grew fat on them.
Alexandria and Delphi
.........met each other half way here
..................for a secret disputation.

To anyone who, with no prospects,
.........stuck to earth and didn't sell out
..................to the clouds, but kept on striving,

(and fitted in with our objectives)
.........we gave asylum, freeing them
..................from vertigo and gravity.
Alone excluded from the Tower
.........were those who felt no need of it,
..................but sat out time upon the ground,
towerless but happy if
.........their fall into the grave was painless.

..................Could be they managed their ambition.


IX. Reception

The past does not exist at all,
.........just the latest biased version.
..................What was - that you decide, and now;
what is - that we decide in you.

.........Don't trust the things you see and hear,
..................the desert lies, rubs sand in wounds
which cut deeper than a memory.
.........Untruth sings the way trees rustle
..................and still stay rooted in the ground.

We didn't go like falling leaves,
.........didn't vanish in the ocean,
..................nor was there civil war or incest.

That draughtsmen, masons, architects,
.........carpenters and cleaning ladies
..................didn't get on with each other -
a blind, a total fabrication.
.........It wasn't true, we went on building,
..................day and night, in wind and snow.

Above the jamboree a new
.........floor was always in construction;

..................the party moved up with the stones
into the latest penthouse suite.
.........The Tower never tumbled down,
..................no one ever conquered it,

it just went on, now an abstraction,
.........in the mind, disguised itself
..................and lived on with an alias,


X. Coda. Confusion.

as Montsalvat, as Neuschwanstein,
..................True greatness only perishes
...the Eiffel Tower, Atomium, .. to rise again out of its song,
..................Big Ben, the skyline of New York ...
...................................stronger, more ineffable.
But for beauty, time would not
.........exist nor, but for terror, peace.
..................Hate gives rise to art.
The ocean couldn't give a damn

...................................Be it from joy or sorrow, anger,
.........where salt comes from to season it.
.....................Tears join it like the Foreign Legion.
.........laughter - all things are in flux.
.....................Mankind's a sea on dry-land leave,

goes hunting dressed in borrowed flesh,
.......................And everyone whose deeds were left out
.........returning, rich from plundering
to tell the water its adventures. .......of the rapid Testament
they were there, they sacrificed

What the right hand gives, the left
................................their best achievements to the Tower.
.........soon takes back with interest.
.....................Milestones on our road, now stars
Once they're sure there's no one looking,
..............................to light us home on cloudless nights.
.........the stopcock's screwing the free-range chicken.
......................................They all, you have to say, existed,
.....................The myth, sometime or other, farted,
was human - not like you, like us

.....................exhorted its disciples, subtlest
So what? What's left is what has happened -
of enemies, to keep off beans,
................................get the T-shirt, afterbirths,
had other things of note to say.
..............................................duty-free at any airport,
The red carpet, a trail of red,

..................................the bloody line of flattened heroes
.....................leading straight up to the present.
....Orderly and limitless,.....Here we sit, above the waters,
a world lies at our feet, designed...with nectar and ambrosia
.....................for us to realise our passions.
...............................in Babel, laughing.

Copyright © Helmut Krausser 2007; trans. copyright © Mike Mitchell


next
index
translator's next