PRINZ FRIEDRICH VON HOMBURGTHE PRINCE OF HOMBURG
Heinrich von Kleisttrans. Neil Bartlett
aus V. AUFZUG, 3. AUFTRITT from ACT V, SCENE 3

............
............
FELDMARSCHALL:
Rebellion, mein Kurfürst!

KURFÜRST: (noch in Ankleiden beschäftigt)
Ruhig, ruhig! -
Es ist verhasst mir,wie dir wohl bekannt,
In mein Gemach zu treten ungemeldet!
- Was willst du?

FELDMARSCHALL:
Herr, ein Vorfall - du vergibst! -
Führt von besonderem Gewicht mich her.
Der Obrist Kottwitz rückte unbeordert
Hier in die Stadt; an hundert Offiziere
Sind auf dem Rittersaal um ihn versammelt;
Es geht ein Blatt in ihrem Kreis herum,
Bestimmt, in deine Rechte einzugreifen.

KURFÜRST:
Es ist mir schon bekannt! - Was wird es sein
Als eine Regung zu des Prinzen Gunsten,
Dem das Gesetz die Kugel zuerkannte.

FELDMARSCHALL:
So istís! Beim höchsten Gott! Du hastís getroffen!

KURFÜRST:
Nun gut! - So ist mein Herz in ihrer Mitte.

FELDMARSCHALL:
Man sagt, sie wollen heut, die Rasenden!
Die Bittschrift noch im Schloss dir überreichen
Und, falls mit unversöhnten Grimm du auf
Den Spruch beharrst - kaum wagí ich dirís zu melden! -
Aus seiner Haft ihn mit Gewalt befreien.

KURFÜRST:
Wer hat dir das gesagt?

FELDMARSCHALL:
Wer mir das sagte?
Die Name Retzow, der du trauen kannst,
Die Base meiner Frau. Sie war heut abend
In ihres Ohms, des Drost von Retzow, Haus,
Wo Offiziere, die vom Lager kamen,
Laut diesen dreisten Anschlag äusserten.

KURFÜRST:
Das muss ein Mann mir sagen, eh ichís glaube.
Mit meinem Stiefel, vor sein Haus gesetzt,
Schützí ich vor diesen jungen Helden ihn!

FELDMARSCHALL:
Herr, ich beschwöre dich, wennís überall
Dein Wille ist, den Prinzen zu begnadígen:
Tuís, eh ein höchstverhasster Schritt geschehn!
Jedwedes Heer liebt, weisst du, seinen Helden;
Lass diesen Funken nicht, der es durchglüht,
Ein heillos fressend Feuer um sich greifen,
Kottwitz weiss und die Schar, die er versammelt,
Noch nicht, dass dich mein treues Wort gewarnt;
Schick, eh er noch erscheint, das Schwert dem Prinzen,
Schickís ihm, wie erís zuletzt verdient, zurück:
Du gibst der Zeitung eine Grosstat mehr
Und eine Untat weniger zu melden.

KURFÜRST:
Da müsstí ich noch den Prinzen erst befragen,
Den Willkür nicht, wie dir bekannt sein wird,
Gefangen nahm und nicht befreien kann. -
Ich will die Herren, wenn sie kommen, sprechen.

FELDMARSCHALL: (für sich)
Verwünscht! - Er ist jedwedem Pfeil gepanzert.

............
............

............
............
DÖRFLING:
Mutiny, your Highness.

ELECTOR: (still getting dressed)
Calm down, calm down!
I really don't like - as you ought to know -
People ent'ring unannounced. What d'you want?


DÖRFLING:
Sir, events of - I do apologise -
Considerable import bring me here.
Colonel Kottwitz - no authorisation -
Is here in town; a hundred officers
Are now supporting him in his action;
A document's being circulated
That seeks to challenge your authority.

ELECTOR:
I already know all that. I expect
It's a plea for clemency for the Prince.


DÖRFLING:
It is.

ELECTOR:
Well, I can see their point of view.

DÖRFLING:
Word is that they intend, the idiots,
To hand the petition in here today,
And, in the event that you're unmoved, and
Uphold the sentence - how can I put this -
To get him out of jail using the troops.

ELECTOR:
Who's your informer on this?

DÖRFLING:
My source was
Countess Retzoff, she's quite reliable.





ELECTOR:
I think that when I hear it from a man,
I'll be worried. One sight of me down there
Would soon frighten off these would-be heroes.

DÖRFLING:
Sire, I would ask you, if your intention
Is, eventually, to pardon the Prince:
Do it before something dreadful happens.
Ev'ry army - you know - loves a hero;
Don't let a commonplace spark of dissent
Be fanned into a real conflagration.
Neither Kottwitz nor the rabble round him
Know that I have spoken to you privately;
Send the Prince his sword, before they get here -
Send it back, surely he's earnt it by now:
Give the papers some good news for a change,
One less outrage for them all to report.

ELECTOR:
I'd need the Prince's permission for that,
Since he wasn't imprisoned on a whim,
And so can't be released on one either.
When the gentlemen arrive, I'll see them.

DÖRFLING: (aside)
Damn him! Completely impenetrable.

............
............

Click here 4 for another translation of this poem.

Trans. Copyright © Neil Bartlett 2002 - publ. Oberon Books


...buy this book
next
index
translator's next