WINTER WINTER
Georg Heym Michael Haldane
Der Sturm heult immer laut in den Kaminen,
Und jede Nacht ist blutigrot und dunkel,
Die Häuser recken sich mit leeren Mienen.

Nun wohnen wir in rings umbauter Enge
Im kargen Licht und Dunkel unsrer Gruben,
Wie Seiler zerrend an der Tage Länge.

Die Tage zwängen sich in niedre Stuben,
Wo heisres Feuer krächzt in großen Öfen.
Wir stehen an den ausgefrornen Scheiben
Und starren schräge nach den leeren Höfen.
The storm still howls with fury in the chimneys,
And every night is bloodied-red and dark,
The houses stretch up empty of expression.

Now we live narrow, wholly built around,
In scanty light and darkness of our graves,
Tugging at lengths of hours as at grey ropes.

The days compel their brows into low rooms,
Where husky fire croaks in heavy stoves.
We stand against the frozen over panes
And stare aslant towards deserted yards.

Trans. Copyright © Michael Haldane 2004


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