LETZTE WACHE LAST WATCH
Georg Heym Michael Haldane
Wie dunkel sind deine Schläfen.
Und deine Hände so schwer.
Bist du schon weit von dannen,
Und hörst mich nicht mehr.

Unter dem flackenden Lichte
Bist du so traurig und alt,
Und deine Lippen sind grausam
In ewiger Starre gekrallt.

Morgen schon ist hier das Schweigen
Und vielleicht in der Luft
Noch das Rascheln von Kränzen
Und ein verwesender Duft.

Aber die Nächte werden
Leerer nun, Jahr um Jahr.
Hier wo dein Haupt lag, und leise
Immer dein Atem war.
How dark are your temples,
And your hands so heavy to hold;
Even now you are distant,
And you hear me no more.

Under the flickering light,
You look so saddened and old;
And your lips, they are cruelly
Stiff, and eternally clawed.

By tomorrow, here is silence;
And perhaps in the air
Lingers the rustling of wreaths
And a scent of decay.

And now, the nights will become
Emptier, year by year;
Here where your head was, and softly
Your breathing always.

Trans. Copyright © Michael Haldane 2004


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