GRETCHEN AM
SPINNRADE
GRETCHEN AT THE
SPINNING-WHEEL
Johann Wolfgang von Goethe trans. Peter Dean

Meine Ruhí ist hin,
Mein Herz ist schwer;
Ich finde sie nimmer
Und nimmermehr.

Wo ich ihn nicht habí,
Ist mir das Grab,
Die Ganze Welt
Ist mir vergällt.

Mein armer Kopf
Ist mir verrückt,
Mein armer Sinn
Ist mir zerstückt.

Meine Ruhí ist hin,
Mein Herz ist schwer;
Ich finde sie nimmer
Und nimmermehr.

Nach ihm nur schauí ich
Zum Fenster hinaus,
Nach ihm nur gehí ich
Aus dem Haus.

Sein hoher Gang,
Seiní edle Gestalt,
Seines Mundes Lächeln,
Seiner Augen Gewalt,

Und seiner Rede
Zauberfluss,
Sein Händedruck,
Und ach, sein Kuss!

Meine Ruhí ist hin,
Mein Herz ist schwer;
Ich finde sie nimmer
Und nimmermehr.

Mein Busen drängt
Sich nach ihm hin.
Ach dürftí ich fassen
Und halten ihn,

Und küssen ihn,
So wie ich wolltí,
An seinen Küssen
Vergehen solltí!

My peace has gone,
My heartís a stone:
Iíll never find it,
Forever alone.

Where he doesnít come
For meís a tomb;
The world entire
To me tastes sour.

My raging headís
Completely turned;
My fragile mind
To fragments burned.

My peace has gone,
My heartís a stone:
Iíll never find it,
Forever alone.

For him Iím searching
When I look about;
To him Iím going
When I go out.

His manly stride,
His handsome figure,
The smile on his lips,
His eyesí sharp rigour

And the magical flow
Of his address,
The touch of his hand
And, oh, his kiss!

My peace has gone,
My heartís a stone:
Iíll never find it,
Forever alone.

Towards him my breast
Yearns constantly.
Ah, that I could but
Hold him fast to me

And kiss him to
My heartís desire,
That with his kissing
I might expire!

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Trans. Copyright © Peter Dean 2004

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