AN DIE NACHT, ALS ER BEI IHR WACHETE TO NIGHT, WAKING BY HER
Paul Fleming trans. Michael Haldane
Wie aber eilst du so, du meiner Schmerzen Rast?
Deucht michs doch, daß ich kaum auf eine Viertelstunde
Allhier gesessen bin bein diesem Rosenmunde,
Der meinen machet blaß! So merkí ich, daß du fast

Dich an die Hälfte schon von uns entzogen hast.
Kehrí um un halte Fuß und gib uns Zeit zum Bunde,
Den wir hier richten auf von ganzem Herzengrunde.
Kehrí um und sei bei uns ein nicht so kurzer Gast.

Dein Sohn, der sanfte Schlaf, schleicht durch das stille Haus
Und streut die leise Saat der Träume häufig aus,
Damit du länger kannst bei unsrer Lust verweilen.

Verhüllí uns in ein Tuch, bis daß das dunkle Licht
Des halben Morgens dir durch deine Kleider bricht;
Denn ist es Zeit, daß wir mit dir von hinnen eilen.
But how you hasten from us, you my painís repose!
It seemed no longer than a quarter of an hour,
My sitting here beside this gently breathing flower,
A rose to my pale mouth! How stealthily time flows;

Now you have half withdrawn, and will not rest with us.
Turn back now, halt your feet; stay while we form our bond,
Allow our inmost hearts the time to correspond.
Turn back, do not be such a fleeting guest with us.

Your son, soft sleep, is stealing up the silent stair,
And strewing dreams in soundless seeds through the still air,
To lengthen your sojourn and gratify our heart.

Now cloak and cover us, until the twilight ray
Breaks through your garments of the rising heat of day;
For then, with you, we have to hasten to depart.

Trans. Copyright © Michael Haldane 2004


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