AUF DAS GEDÄCHTNIS SEINER ERSTEN FREUNDIN ON REMEMBERING HIS FIRST GIRLFRIEND*
Paul Flemingtrans. Sheenagh Pugh
Noch dennoch bleib' ich Ihr, muß ich Sie gleich verlassen,
und meine Sie, muß ich gleich ihr entzogen sein,
bezwungen durch das Tun, das unsern Trost und Pein
verwechselt, wie es will. Ich will mein Trübnis massen,
Tun wie ein Weiser tut. Ein großes Herze fassen.
Sein meine, wie ich soll. Sie aller Tugend schein,
mein alles und auch nichts, ist nicht, und ist doch mein'.
Hass' ich das schöne Kind, so muß ich selbst mich hassen.
Verhängnis, schone nicht. Reiß sie nur immer hin.
Du raubst mir ihren Leib nicht aber ihren Sinn,
der nun und nimmermehr von mir spricht sich zu lenken.
Mir bleibt dein bester Teil, O meiner Seelen Licht,
und darf ich künftig schon, Lust, dich besitzen nicht,
So darf ich deiner doch mit Freuden stets gedenken.



Though I must let her go, I am hers yet,
and she is mine, whatever comes between.
Things happen: life doles out pleasure and pain
at its own liking. I will try to put
a brave face on; be gracious, as is fit.
Image of good, she is and is not mine,
that pretty child. If I found hate within
my heart for her, I'd hate myself for it.
You take her, Fate: don't worry about me.
Kidnap her body, yet her soul will be
a part of mine, however far apart.
Oh my soul's light, the best of you won't go
from me, and though, my joy, I can't have you,
the thought of you will always lift my heart.


*Who had left him, and married another man.

Trans. Copyright© Sheenagh Pugh 1999 - publ. seren


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