NACH GRÜNER FARB ... FOR VERDANT FIELDS
Anon. 15c. trans. Bertram Kottmann

Nach grüner Farb mein Herz verlangt
in dieser trüben Zeit,
der grimmig Winter währt so lang,
der Weg ist mir verschneit.
Die süßen Vöglein jung und alt,
die hört man lang nit meh.
Das tut des argen Winters Gwalt,
die treibt die Vöglein aus dem Wald
mit Reif und kaltem Schnee.

Er macht die bunten Blümlein fahl
im Wald und auf der Heid,
dem Laub und Gras allüberall,
dem hat er widerseit.
All Freud und Lust wird jetzo feil,
die uns der Sommer bringt.
Gott geb dem Sommer Glück und Heil,
der zieht nach Mittentag am Seil,
dass er den Winter zwingt.

For verdant fields my heart does long
in winter times so bleak;
this Winter's hardships last so long,
through snow my way I seek.
The lovely birds both young and old
ceased singing long ago.
Their home lies clasped in Winter's hold,
it makes them leave the forests cold
from ice and frost and snow.

He makes bright coloured flow'rs turn wan
in woodlands and in fields,
the grasses and the leaves have gone
where He his power wields.
Yet now all joy and zest arise
that Summer has at hand.
God make the Summer strong and wise
that southward He can draw the skies
and Winter's sway is banned.

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