TEMPRO LA CETRA ... ICH STIMME DIE LYRA ...
Giambattista Marino trans. Bertram Kottmann
Tempro la cetra, e per cantar gli onori
di Marte alzo talor lo stil e i carmi.
Ma invan la tento e impossibil parmi
ch'ella già mai risoni altro ch'amore.

Così pur tra l'arene e pur tra' fiori
note amorose Amor torna a dettarmi,
né vuol ch'io prend' ancora a cantar d'armi,
se non di quelle, ond'egli impiaga i cori.

Or umil plettro a i rozzi accenti indegni,
Musa, qual dianzi, accorda, in fin ch'al canto
de la tromba sublime il Ciel ti degni.

Riede a i teneri scherzi, e dolce intanto
lo Dio guerrier, temprando i feri sdegni,
in grembo a Citerea dorma al tuo canto.
Ich stimme die Lyra. Um Mars zu lobpreisen,
zuweilen ich höherer Kunst mich besinne;
doch schlag’ ich umsonst sie, nie wird sich’s erweisen,
dass je sie erklinge für andres denn Minne.

So heisset mich Amor, in Lauben, auf Plätzen,
nichts andres zu spielen als Cupidos Weise:
er will nicht, dass andere Waffen ich preise
als jene, mit denen er Herzen verletzet.

Mit Demut, o Muse, wie einst, musiziere
mit Zartheit und Würde, dass gleich der Posaune
erhabenem Klange der Himmel dich ziere.

Heb an dein zart’ Spielen, dass Mars, Gott des Krieges,
den Jähzorn bezähmend besänftigt mag schlafen
zu deinem Gesange im Schoss Aphrodites.


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Trans. copyright © Bertram Kottmann 2007

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